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France / Cambodge

Reise, Paris > Phnom Penh, 7. September 2004 bis 4. Oktober 2004















Paris: Arnika Müll, Phnom Penh: Chet Seila; So Pear,

Weiße Linien auf schwarz bemalten Zeichenkarton, die ineinander laufen und unterschiedliche Formen bilden, wie Gesichter, Körper, Gespenster und Ornamente. Einzelne Figuren wurden nachträglich mit Buntstiften koloriert und treten dadurch mehr in den Vordergrund. Die Zeichnungen wurden gemeinsam erarbeitet, indem jeder nach seiner Vorstellung und Idee die Zeichnung des anderen weiterführen durfte.

Bezüglich der künstlerischen Ausbildung der Studenten fiel mir folgendes auf:

Die Ausbildung an der Academy of Fine Arts in Phnom Penh ist eher traditionell, da die Studenten aus politischer Sicht die traditionelle handwerkliche Kunst weiterführen sollen. Der freie Ausdruck der Gedanken und Gefühle stellt eine Gefahr für das stark kontrollierte Land dar. So wurde auch unsere gemeinsame Ausstellung von der Direktion der Schule boykottiert und durfte nur einen Abend in der Academy gezeigt werden. Aus diesem Grund wollte ich gerne meinen 2 Kolleginnen eine leichte und spielerische Möglichkeit der Zeichnung zeigen. Indem wir uns als Aufgabe die zeichnerische Darstellung eines unbestimmten Gefühls stellten, während die Arbeitszeit pro Zeichnung nur 3 Minuten lang sein durfte. Die kurze Arbeitszeit fördert die rechte Gehirnhälfte und hilft unkontrollierte Gedanken zum Ausdruck zu bringen.

In der rechten Gehirnhälfte des Menschen sitzt die Kreativität und die Phantasie und in der linken Hälfte die Rationalität. Bei dieser Arbeitsweise lernt man, den urteilenden Verstand abzuschalten, so dass das Unterbewusstsein den Stift in der Hand lenken kann. Man lernt Fehler machen zu dürfen.